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Die Silbermannorgel
Die größte zweimanualige Orgel von Gottfried Silbermann!
Nach unten auf dieser Seite:
zu den Diskographie und Broschüren über die Orgel,
zur Disposition und Stimmung der Orgel,
zur Geschichte der Orgel,
zur Biographie von Gottfried Silbermann.

Vom September 2006 bis Mitte 2007 wurde die Orgel umfassend restauriert, darüber informiert eine Extra-Seite.
Splendido strumento! Molto belli! [Stefano Bartuletti; Italien]
Sonori e imponente! [Stefano Barliesto; Italien]
Es gibt keine Orgel, die so viel hergibt, wenn man Bach darauf spielt. [Prof. Craig Humber; Kanada, Österreich]
Each sound is beautiful! This instrument is a treasure! [Dr. Carol Nave; USA]
Vielen Dank für die wunderbare Gelegenheit, auf dieser fabelhaften Orgel spielen zu dürfen! [Oren Kirschenbaum; Israel]
Eine großartige, himmlische Orgel! [Prof. Matthias Eisenberg; Zwickau]
Dieses Instrument ist die Stradivari unter den Orgeln! [Claudia Hanisch; SolarWorld AG Freiberg]
Unter Kennern gehört sie zu den europäischen Sternstunden! [Prof. Martin Strohhäcker; Dresden]
The touch, the combination of sounds, everything is fabulous! [Prof. Craig Humber; Kanada, Österreich]
Diese Silbermannorgel ist die Kaiserin der Instrumente! [Dr. Andreas Laschet; Wipperfürth]
Es ist immer wieder eine himmlische Freude, an dieser Orgel musizieren zu können! [Felix Friedrich; Altenburg]
Gracias! Danke! [Cristina Garcia Banegas; Uruguay]
Ein Traum von einer orchestralen Barockorgel! [Hansjörg Albrecht; Oberhaching]
Es war für mich eine große Freude, dieses Instrument besuchen zu können! [Daniel Kern; Frankreich]
Eine wunderschöne Orgel! [Orgelklasse Amsterdam + Hamburg]
Alles Gute für diese Silbermann-Königin! [Hansjörg Albrecht; Oberhaching]
Noch nie ist mir der Klang einer Orgel so unter die Haut gegangen wie dieser! [Andrea Malzahn; Erfurt]
Bach kann kommen! [anonym]
Man möchte gar nicht aufhören zu spielen! [Uwe Nürnberger; Dresden]
Auf daß die Orgel mit ihrem prächtigen Klang lang zum Lob Gottes und zur Freude der Menschen erklingt! [David Franke; Freiberg, Stuttgart, Berlin, Naumburg]
Von Mai bis Ende Oktober findet jeden Mittwoch von 12:00 Uhr bis 12:30 Uhr ein Orgelvorspiel auf der Silbermannorgel von 1735 statt! Bei dieser Gelegenheit kann auch die Balganlage der Orgel besichtigt werden.
Sie können natürlich gern für Tagungen oder private Anlässe Orgelführungen bzw. auch kleine Konzerte bestellen!
Diskographie und Broschüren
Viel wurde bereits über unsere berühmte Gottfried-Silbermann-Orgel geschrieben, und noch mehr Tonaufnahmen gemacht. Die Diskographie dieser Orgel ist mit Abstand die Reichhaltigste in naher und ferner Umgebung!
Folgend beispielhaft einige der aktuellen Medien. Diese stehen in der Regel im Rahmen der Offenen Kirche Besuchern zur Einsichtnahme zur Verfügung. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Petrikantor Andreas Hain!
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Broschüre „Die Gottfried-Silbermann-Orgel der Petrikirche zu Freiberg“
Entstehung • Veränderung • Rekonstruktion
(92 Seiten, 84 überwiegend farbige Abb., Format 28×21 cm, Klappenbroschur)
Das Themenspektrum ist weit, beginnend mit der Geschichte der Kirche über die Darstellung der Musikhistorie in Freiberg bis zu Einblicken in das Restaurierungsgeschehen 2006–2007 und vieles Interessante mehr.
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DVD „Festliche Orgelwiederweihe der Gottfried-Silbermann-Orgel in der Petrikirche zu Freiberg“
Videominister Wolfram Thiemer stellte Aufnahmen vom Festgottesdienst zur Wiederweihe der Gottfried-Silbermann-Orgel in der Petrikirche zu Freiberg zusammen, und als Bonus sind viele aufregende, rührende, interessante, … Szenen vom Empfang und Orgelschmaus nach dem Gottesdienst angefügt worden.
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DVD „Dr. Alexander Koschel, Holger Forberg – Die G.-Silbermann-Orgel der Petrikirche in Freiberg in Ton und Bild“
G.-Silbermann-Orgel der Petrikirche in Freiberg
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CD „Andreas Hain – Die G.-Silbermann-Orgel der Petrikirche zu Freiberg“
Die Gottfried-Silbermann-Orgel vor und nach der Restaurierung
Europäische Orgelmusik des 16.–18. Jahrhunderts
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Doppel-CD „Craig Humber – Die Leipziger Choräle“
Johann Sebastian Bach
Leipzig Chorales
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CD „Jan Katzschke – Bach & Silbermann“
Bach & Silbermann
Orgelwerke von Johann Sebastian Bach an der Silbermann-Orgel der Petrikirche in Freiberg/Sachsen
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CD „Christian Skobowsky – Orgel & Annegret Siedel – Barockvioline“
Die Silbermannorgel in der Petrikirche zu Freiberg
Muffat, Biber, Froberger u.a
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CD „Jean-Baptiste Robin – Felix Mendelssohn-Bartholdy“
Intégrale de l’oeuvre pour orgue
Felix Mendelssohn Bartholdy: Orgelwerke
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… und noch viele andere mehr!
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Frühere Aufnahmen in zufälliger Folge und ohne Anspruch auf Vollständigkeit:
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Johanna Baumgärtel (Flauto traverso), Dr. Felix Friedrich (Orgel):
Johann Ludwig Krebs
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Bernhard Billeter:
Die Silbermann-Orgel von St. Petri in Freiberg
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Mario Hospach-Martini:
an der historischen Gottfried-Silbermann-Orgel aus dem Jahr 1735 der Petrikirche in Freiberg
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Kirchenmusikdirektor Dietrich Wagler:
Sächsische Orgelmusik des 18. und 19. Jahrhunderts
Dietrich Wagler an der restaurierten Silbermannorgel der Petrikirche zu Freiberg
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Johannes Schäfer:
Bach, Johann Sebastian, Orgelwerke 19
an der Silbermannorgel der Petrikirche zu Freiberg
Choralbegleitung zu Kirnbergers Sammlung, BWV 690–713
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Rammstein:
Ohne Dich
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Arthur Eger, Christoph Albrecht, Erich Piasetzki, Günter Metz, Hannes Kästner, Hans Otto, Herbert Collum, Johannes Schäfer, Johannes-Ernst Köhler, Robert Köbler:
Johann Sebastian Bach: Orgelwerke auf Silbermann-Orgeln (15 CDs)
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Dr. Alexander Koschel:
an der Silbermann-Orgel der Petrikirche in Freiberg
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Ewald Kooiman:
Die Orgeln von Gottfried Silbermann Vol.1
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Thomas Rudolph:
Randzeichen – Improvisationen über ein Bild von Albert Fürst
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Dr. Felix Friedrich, Ewald Kooiman, Prof. Jean Ferrard, Prof. Martin Haselböck:
Die Orgeln von Gottfried Silbermann Volume 1–4
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Dr. Alexander Koschel:
Lob der Orgel –- Orgelmusik aus 6 Jahrhunderten, St. Petri-Kirche Freiberg
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Prof. Jean Ferrard:
Orgue de la Petrikirche, Freiberg – Jean Ferrard joue Bach
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Prof. Hans-Joachim Trappe:
Die Silbermann-Orgeln im Dom und Petrikirche zu Freiberg
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Prof. Hans Joachim Trappe (Orgel), Vera Cordes (Sprecherin):
Orgelmusik und Texte zur Advents- und Weihnachtszeit an den Silbermann-Orgeln in Dom und Petrikirche zu Freiberg
Eine Benefiz-CD für die Deutsche Herzstiftung.
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Prof. Hans Joachim Trappe
spielt an berühmten historischen Orgeln Johann Sebastian Bach
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ECHO-CD
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Johannes Schäfer:
Das Orgelwerk auf Silbermann-Orgeln Vol. 5
Orgel der St. Petrikirche zu Freiberg
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Prof. Bernard Foccroulle:
Johann Sebastian Bach – Frühe Orgelwerke
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Kirchenmusikdirektor Dietrich Wagler.
Novalis – CD 3
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Prof. Kolbein Haga:
j s bach organ works
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Prof. Erik Feller:
à l'orgue historique G. Silbermann de la Petrikirche, Freiberg (Allemagne)
Johann Sebastian Bach – Goldberg-Variationen
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Prof. Gerhard Weinberger:
Bach – Complete Organ Works
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Siegfried Helterhoff
an der G.-Silbermann-Orgel (1735) der St. Petri-Kirche zu Freiberg in Sachsen
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Disposition und Stimmung der Gottfried-Silbermann-Orgel (II/32)
Die Orgel besitzt 32 Register auf zwei Manualen und Pedal. Sie ist die größte zweimanualige Orgel von Gottfried Silbermann.
Stimmtonhöhe: 462,5 Hz
Temperierung: Neidhardt 2 – „für die kleine Stadt“ von 1732
1784 klingende Pfeifen, zwei der Prospektpfeifen sind stumm
Tonumfang: C,D-c3 (Manuale) und C,D-c1 (Pedal)
Hauptwerk I. Manual
Principal 16 Fuß
Octav Principal 8 Fuß
Viol di Gamba 8 Fuß
Rohr-Flöte 8 Fuß
Octava 4 Fuß
Spitz-Flöte 4 Fuß
Qvinta 3 Fuß
Octava 2 Fuß
Tertia aus 2 Fuß
Cornet 4fach (ab c1)
Mixtur 4fach
Cymbel 3fach
Fachott 16 Fuß
Trompete 8 Fuß
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Oberwerk II. Manual
Qvinta dena 16 Fuß
Principal 8 Fuß
Gedackts 8 Fuß
Qvinta dena 8 Fuß
Octava 4 Fuß
Rohr-Flöte 4 Fuß
Nassat 3 Fuß
Octava 2 Fuß
Qvinta 1 1/2 Fuß
Sufflöt 1 Fuß
Sechst Qvint altra (4/5, ab c1: 1 3/5)
Mixtur 3 fach
Vox humana 8 Fuß
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Pedal
Groß Untersatz 32 Fuß
Principal Bass 16 Fuß
Octaven Bass 8 Fuß
Possaune 16 Fuß
Trompete 8 Fuß
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Nebenregister
Tremulante
Schwebung
Schiebekoppel I/II
Bassventil (Ventilkoppel I/P)
Klingel
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Am Reformationsfest des Jahres 1735 wurde in Freiberg die Gottfried-Silbermann-Orgel der Petrikirche festlich geweiht. Diesem vielbeachteten gesellschaftlichen Ereignis wurden mehrere Druckschriften einheimischer und auswärtiger Persönlichkeiten gewidmet, in denen Begeisterung und hohes Lob für den Erbauer und sein neues Werk Ausdruck finden. Im Vertrauen auf Silbermanns stets bewiesene Kunstfertigkeit konnte auf die allgemein übliche Orgelprüfung verzichtet werden.
Gottfried Silbermann (1683–1753), seit 1711 in Freiberg ansässig, erhielt fast gleichzeitig die Aufträge für die Instrumente in der Petrikirche dieser Stadt und für die Dresdner Frauenkirche. Der damals fünfzigjährige Meister entschloß sich, für diese Werke und für weitere große Orgeln ein neues Konzept zu entwickeln. Es entspricht der spätbarocken Vorliebe für einen monumentalen, pompösen Klang. Mit fundament-betonenden „gravitätischen“ Registern im Hauptmanual – Principal 16′ und Fagott 16′ – übertrafen diese Orgeln auch die große Freiberger Domorgel aus Silbermanns Frühzeit. Da sich der Baufortgang in der Dresdner Frauenkirche verzögerte, wurde entgegen ursprünglicher Planung zunächst das Freiberger Werk vollendet, welches somit als erstes den Stil der späten Großorgeln Silbermanns repräsentierte.
Prof. Dr. Frank-Harald Greß, Dresden

Von vorn ist die Silbermannorgel oft zu sehen, von der Seite selten. Und durchgeschnitten noch seltener.
Vielen Dank der Firma Jehmlich Orgelbau Dresden für die Erlaubnis, hier diese Zeichnung veröffentlichen zu dürfen.

Den von Kantor Andreas Hain anläßlich des „Wissenschaftlichen Symposiums über die Rekonstruktion der Silbermannorgel in der Petrikirche Freiberg“ am 17. September 2005 gehaltenen Vortrag können Sie hier nachlesen.
Die Geschichte der Orgel
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14.06.1569
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erste Erwähnung einer Orgel
„14. Juni 1569 Blitzschlag in Petri, traf die Orgel, eine zinnerne Röre zum theile zerschmelzt, bey den Claviren an der Orgel die breter zerschmettert und zerschlagen, einen Balcken darbey zersplittert; die Orgel ist auch also verrückt, daß man nicht mehr druffe hat schlagen können.“
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1589/90
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Die Rechnungsbücher des geistlichen Einkommens berichteten über eine Reparatur:
„63 fl. 13 gr. 11 Pf. Caspar Löwe von Weißenborn wegen der orgell zu vorferttigen. Löwe zur Vorehrung 5 fl. 15 gr., Schall ebenfalls 5 fl. 15 gr. zur Vorehrung, so das wergk die Zeit uber beschlagen auff eines Erbaren Raths befehlich“
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ca. 1610
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Der Chronist Möller schreibt von „ein klein schlecht Wercklein“
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1614
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Großreparatur durch Hoforgelmacher G. Fritzsche in Dresden für 740 fl. 8 gr. 3 Pf.:
neues Rückpositiv, 8 neue Bälge, neue Klaviere, Dulcianbaß, Bauernflöte, Cornett, Verlängerung sämtlicher Pfeifen zum Chormaß: „dermaßen wohlangerichtet, das man gar wohl darmit zufrieden sein können“
Ausgabe von 30 fl. an den Bildhauer Hans Fritzsche:
„for einen großen und 4 kleine Engel“
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1634–1639
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Andreas Hammerschmidt wirkte als Organist an der Orgel.
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1644
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Die Orgel besitzt „24 Stimmen mit 1176 Pfeifen ohne die Tremulanten, Trummel, orgelgeschrey, Cymbeln u. dergleichen“
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1650
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Blitzschlag, die Reparatur kostete 20 fl. 8 gr.:
„in etwas in rückpositiv lediret, also daß etliche pfeifen schadhaft worden“
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1678
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Organist J. Pötzsch „getraute sich nicht mehr, auf der Orgel weiter fortzukommen“
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1679
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Großreparatur durch Hoforgelmacher Andreas Tamitius aus Dresden für 468 fl. 9 gr. 11 Pf., u.a.:
„neue Windlade im Brustwerk, Sesquialtera statt Krumbhorn, Manualklaviere von Ebenholz u. Koppel zum Rückpositiv u. Tremulanten in beiden Manualen, Erneuerung des Pedales, das ganze Werk repariert, gestimmt u. 4 gute neue Bälge nach ietziger manier“
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01.05.1728
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großer Stadtbrand, dabei Zerstörung von Kirche und Orgel
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21.01.1733
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Mitten im Wiederaufbau reichte Silbermann einen Dispositionsentwurf ein, der am 21. Januar 1733 vom Freiberger Rat bestätigt wurde. In dem Falle der Freiberger Orgel für die Petrikirche war Silbermann bereit, eine Orgel „mit Hintansetzung seines besonderen Interesses“ zu bauen.
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30.12.1733
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Der Rat bewilligte Gottfried Silbermann für die Petri-Orgel – noch vor dem Kontraktabschluß – die geforderten dreitausend Taler.
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03.08.1734
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In dem Kontrakt vom 3. August 1734 wurde extra darauf hingewiesen, daß Herr Silbermann „zu einigen mahlen“ erklärt hatte, „zum Besten und Andenken“ in der wiederaufgebauten Petrikirche „ein annehmliches und tüchtiges Orgelwerck zu Gottes Ehren und derselben Zierde mit Hintansetzung seines besonderen Interesses gegen Prästation eines billigmäßigen Quanti zu fertigen“.
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Anfang 1734
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Silbermann nahm die Werkstattarbeiten auf. Da er zur selben Zeit den Auftrag für den Bau der Orgel für die Frauenkirche in Dresden bekam, wurde in Silbermanns Werkstatt zeitgleich an der Orgel für die Frauenkirche in Dresden und der Orgel für die Petrikirche gearbeitet. 1734 standen die Orgelteile für die Dresdner Orgel zur Verfügung, konnten aber wegen Baumängel an der Frauenkirche nicht aufgestellt werden. Diese Zeit nutzte Gottfried Silbermann, um die Orgel für die Petrikirche fertigzustellen und aufzubauen.
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31.10.1735
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Orgelweihe
Die Weihepredigt hielt Superintendent Wilisch, der Silbermann höchste Anerkennung zollte. Wilisch sah den Wert der Orgeln darin, daß durch sie der eigentliche Choral fein deutlich vorgespielt und die Melodie gar bald bekannt würde. Dies sei der vornehmste Endzweck aller Orgeln, „und nicht etwan, daß ein geschickter Organist nur seine Kunst auf selbigen beweisen und durch langes praedulieren nur die Ohren kützeln … und ein schönes Lied mehr zu singen, die Zeit verkürtzen und abschneiden solle; sondern daß durch tractierung eines hell klingenden Orgel=Wercks die oft bei den Singen schläffringe Andacht der Kirch=Kinder ermuntert, der Gesang selbst dadurch dirigiret und die unterschiedlichen Stimmen andächtiger Sänger bey der rechten Melodey erhalten werden mögen.“
Im übrigen sei „der gewaltig angewachsene Mißbrauch der edlen Kirchen=Musik nicht zu billigen.“
„Du wirst ein Künstler stets auch bey der Nachwelt bleiben,
Dein Ruhm verwelcket nicht, ob Dich der Tod gleich streckt.“
[der Freiberger Organist Johann Christoph Erselius zur Weihe der St. Petri-Orgel über Silbermann]
Den Prospekt der Orgel schuf Johann Christian Feige d. Ä., das Gehäuse baute Christian Polycarp Butzäus.
In seinem Testament hatte Gottfried Silbermann noch einige Legate erlassen, unter anderem dem Organisten zu St. Petri in Freiberg fünfzig Taler.
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1768
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Ausbesserungen für 200 Taler
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1855
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Die Dresdner Orgelbaufirma Jehmlich reinigte die Orgel, und nahm eine gleichschwebende Stimmung ohne Änderung der Tonhöhe vor.
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1876
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Der Organist an der Petrikirche wurde höher besoldet als der Domorganist.
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1893–1896
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Tiefgreifende Umgestaltung des Innenraumes der Kirche. Dadurch wurde sowohl die optische als auch die akustische Raumwirkung verändert. Die Umbauarbeiten an der Orgel führte die Orgelbaufirma Gebrüder Jehmlich aus Dresden durch. Die Stimmhöhe wurde durch Umsetzen des Pfeifenwerkes auf den Laden auf 435 Hz herabgesetzt und in den Klaviaturen kam der Ton Cis hinzu. Die folgenreichste Änderung war jedoch der Einbau eines Brustwerkes (Violine 8 Fuß, Dolce 8 Fuß, Äoline 8 Fuß, Salicet 4 Fuß, Flûte harmonique 4 Fuß) auf pneumatischer Kegellade, eines dritten Manuales, dessen Pfeifen auf einer pneumatischen Kegellade hinter dem Oberwerk standen, sowie einer zusätzlichen Pedalstimme (Subbaß 16 Fuß). Anstelle der Manualschiebekoppel trat eine Wippenkoppel mit Registerzug.
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1917
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Die Metall-Mobilmachungsstelle, welche die Ablieferung aller Zinn-Pfeifen verfügte, ließ die Silbermannschen Werke infolge ihres hohen künstlerischen und kunstgeschichtlichen Wertes unangetastet.
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1937/40
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Veränderung der Windversorgung: Die Keilbälge wurden durch Doppelfaltenmagazine und einem zusätzlichen Schwimmerbalg zur Druckreduzierung ersetzt, die Windtrennung Manuale/Pedal wurde aufgehoben und die Kanaltremulanten wurden durch pneumatische Tremulanten ersetzt. Ein Elektroventilator wurde eingebaut, das dritte Manual umdisponiert, eine Wurmbehandlung durchgeführt.
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1959
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Die Firma Gebrüder Jehmlich begann mit umfangreichen Arbeiten, um teilweise den Originalzustand von Gottfried Silbermann wiederherzustellen. Das dritte Manual wurde wieder entfernt und die Pfeifen von acht Registern erhielten neue Kerne. Einrichtung einer ungleichstufigen Temperierung.
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1993/1994
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Der erste Bauabschnitt einer umfangreichen Rekonstruktion durch die Firma Gebrüder Jehmlich fand statt. Dabei wurde u.a. der Spielschrank nahezu wieder in seinen Ursprungszustand versetzt, der Ton Cis entfernt und die Manualschiebekoppel wiederhergestellt. Das Register „Subbaß 16 Fuß“ wurde ausgebaut, das Register „Trompete 8 Fuß“ wieder eingebaut. Weiterhin mußten zahlreiche Reparaturmaßnahmen durchgeführt werden.
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2006 bis 15.07.2007
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Die Silbermannorgel wurde umfassend restauriert und dem Originalzustand angenähert – siehe „Petri-Nikolai – Silbermannorgel – Restaurierung“. Dazu gehörten die Restaurierung des Orgelprospektes, Rückbau auf die originale Substanz und Reparaturen aller Art im Pfeifenwerk, den Tremulanten, der Windladen und -kanäle, der Mechanik, Abstrakten, Registerzüge und vieles mehr.
Die verschlissenen Magazinbälge wurden entfernt und durch vier neue, den Originalen von Silbermann entsprechende Keilbälge ersetzt. Der notwendige Orgelwind kann nun sowohl durch Motorkraft als auch durch zwei Kalkanten (Bälgetreter) erzeugt werden.
Die Orgel bekam eine Stimmtonhöhe von 462,5 Hz und wurde nach Neidhardt 2 („für die kleine Stadt“) von 1732 temperiert.
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Biographie von Gottfried Silbermann
Gottfried Silbermann wurde 1683 in Kleinbobritzsch bei Frauenstein (Erzgebirge) geboren. Nach einer Tischlerlehre erlernte er bei seinem großen Bruder Andreas in Strassburg die Kunst des Orgelbaus. Von 1710 bis zu seinem Tod im Jahre 1753 hatte Gottfried Silbermann seine Werkstatt in Freiberg in Sachsen. Zusammen mit seinen Schülern prägte er den mitteldeutschen Orgelbau bis in die heutige Zeit. Er schuf ca. 45 Orgeln, von denen heute noch etwa 30 erhalten sind. Außerdem war er auch als Cembalo- und Clavichordbauer sehr erfolgreich.
An dieser Stelle ein Hinweis auf die Netzseite der Gottfried-Silbermann-Gesellschaft: http://www.silbermann.org
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